b_180_180_16777215_00_images_stories_Schule_Markus_Nuebel.jpgSchule muss laufen!

Aber wie?                                                                    

„Gedanken eines Schulhausmeisters“

(im Neudeutschen, Facility-Manager!)

Frage eines Lernanfängers: Herr Nübel, was machst Du eigentlich alles an der Schule?

Diese Frage wurde mir in den 10 Jahren meiner Tätigkeit in den Schulen in Körbecke mindestens 1000-mal gestellt. Ich habe natürlich versucht, dem 6-Jährigen in einfachen Worten eine Antwort zu geben. Für die, die es genauer wissen möchten, habe ich hier einige Gedanken verfasst:

Zu meinen Einsatzorten gehören die Möhnesee - Schule mit ca. 530 Schülern, die Pankratiusschule mit 250 Schülern, das Lehrschwimmbecken, die Ballspielhalle, die etwas kleinere Einfachturnhalle sowie ein 1250 KW HolzHackSchnitzel - Heizkraftwerk. Von der Gemeinde erhalte ich zusätzliche weitere Aufgaben in den kommunalen Gebäuden und Einrichtungen, weil ich quasi der einzige Hausmeister bin. Meine Hilfe ist daher häufig auch woanders gefragt und notwendig.

Die Schulen und Hallen sind mit vielen technischen Geräten ausgestattet. Sie werden auch von Vereinen, Clubs und anderen Gruppen genutzt. Dies setzt voraus, dass jemand vor Ort ist, der technische Fähigkeiten besitzt und weiß, was zur Unfallverhütung zu beachten ist. Außerdem muss ein Hausmeister aber auch die Gabe besitzen, mit Schülern und Nutzern der Gebäude und mit Lehrer/Innen umzugehen. Er hat eine Antwort, wenn sonst keiner eine Antwort weiß!

Der Schulhausmeister ist eine Vertrauensperson der Verwaltung an der Schule. Vor Ort hat er bei Abwesenheit der Schulleitung das Hausrecht.

Der Schulhausmeister führt kleinere Reparaturen schnell und kostengünstig aus, er ist für die Sicherheit der Schule zuständig; er überwacht Bau-, Reparatur- und Renovierungsarbeiten sowie die Sauberkeit der Schule. Der Schulhausmeister kümmert sich um die Einsparung von Energie, Wasser, Strom und Heizung. Die Gebäudesicherheit liegt in seinen Händen.

Im Winter übernimmt der Schulhausmeister im Auftrag des Schulträgers die Verkehrssicherheit. Im Herbst sorgt er an vielen Tagen für die Beseitigung des Laubes. Er beseitigt Unfallgefahren auf dem Schulgelände und im Gebäude. Aber auch im Frühjahr und Sommer gibt es viel zu tun: Die Anlagen und das Umfeld des Geländes müssen gärtnerisch gepflegt werden. Unsere Schulen sollen nicht nur einen guten Ruf in der Region haben, sie sollen auch eine intakte Ausstrahlung und Erscheinung haben. Das ist uns wichtig! Es wäre schön, wenn die „Schulkinder“ und Sportler mit darauf achten, dass nicht an jeder Ecke etwas herumliegt, sei es in den Schulklassen oder in den Sportbereichen, auf den Schulhöfen oder in den Blumenbeeten. Der Hausmeister hätte dann viel mehr Zeit für „wichtige“ Dinge des Schulalltags und -lebens!

Die Turn- und Schwimmhallen werden gepflegt und kontrolliert, morgens für die Schulkinder und nachmittags bis spät abends für die Vereine - auch am Wochenende. Die Duschen und das Badewasser müssen mit den richtigen Temperaturen laufen, die Technik des Lehrschwimmbeckens muss beobachtet und kontrolliert werden, die große Heizungsanlage muss regelmäßig gewartet und kontrolliert werden. Tag für Tag gibt es handwerkliche Arbeiten, die geplant oder auch spontan „und mal eben“ erledigt werden müssen.

 

Das Wichtigste zum Schluss. Natürlich habe ich für jedes Kind ein offenes Ohr, versorge kleine Verletzungen und drücke öfter mal mehr als ein Auge zu, wenn wieder Schulmobiliar, Wandflächen, Glasscheiben, Türen, Spielgeräte und vieles mehr in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ich versuche mit Humor die Eltern  zu überzeugen, nicht auf dem Bürgersteig zu parken, weil auch ihre Kinder dadurch gefährdet werden. Jeden Tag kommt immer wieder etwas Neues, Interessantes, manchmal auch Schlimmes, aber meist Gutes und Schönes auf mich zu.

Schule wird für mich nie langweilig. Es wird auch erledigt, was nicht im Arbeitsvertrag steht. Einer unserer Ratsvertreter hat einmal gesagt: „ Wenn der Schulhausmeister sich noch mit seinen Schulen identifiziert, kann ich davon ausgehen, dass dort alles in Ordnung ist.“ Und so stelle ich meinen Leitspruch an das Ende meiner Ausführung:

„WENN BESSER MÖGLICH IST; IST GUT NICHT GENUG!“                           

                                                                                                      

Kontakt:

Markus Nübel                                                                              

Haustechniker

Hospitalstrasse 7-14a    

59519 Möhnesee

 

Telefon: 02924/7553

Mobil: 0172/4427307

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Schadensmeldungen:

Haben Sie Schäden am Gebäude oder der Einrichtung festgestellt, so melden Sie dies bitte dem Haustechniker.

 

 

 

 

 

 

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