Sage es mir, und ich vergesse es;

zeige es mir, und ich erinnere mich;

lass es mich tun, und ich behalte es.“

Konfuzius

kritzelnde HandZumeist beobachtet man bei Schülerinnen und Schülern, dass häufig völlig ohne Konzept gelernt wird, vor Klassenarbeiten die Zeit regelmäßig zu knapp wird, Ausdauer und Konzentration sehr gering ausfallen und große Unsicherheit und Unselbstständigkeit bei komplexeren Aufgaben auftauchen. Zudem veraltet Wissen immer schneller, in kürzeren Abständen entstehen neue Technologien und Arbeitsformen, neue Kenntnisse werden gewonnen. Lernen muss demnach als lebenslanger Prozess begriffen werden. Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Organisationsfähigkeit, Problemlösungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit - um nur einige Beispiele zu nennen – sind Qualifikationen, die Schülerinnen und Schüler erwerben müssen, um sich in diesem sich ständig ändernden Berufsumfeld zurechtzufinden.

Dieser Entwicklung kann Schule nicht mehr allein mit der Vermittlung von Fachwissen und Sozialkompetenz begegnen. Schülerinnen und Schülern müssen neben den genannten Kompetenzen Fähigkeiten vermittelt werden, die sie in die Lage versetzen, sich Wissen selbstständig anzueignen und es überzeugend weiterzugeben.

In einer langfristig angelegten Fortbildung zur systemischen Unterrichtsentwicklung durch externe Moderatoren macht sich das Kollegium der Möhnesee-Schule auf den Weg ein Methodencurriculum zu entwickeln mit dem Ziel, das Lernen zu lernen.

  • Die Schülerinnen und Schüler erwerben bestimmte Lern- und Arbeitstechniken, die für ein schulisches und lebenslanges Lernen unentbehrlich sind. Sie lernen eigenverantwortlich und selbstständig zu arbeiten. Sie trainieren Kommunikation und Kooperation in der Gruppe.

Die Steuergruppe Methodentraining entwickelt zu diesem Zweck ein Konzept zur Durchführung von Methodentagen, an denen jeder Schüler die für eine bestimmte Jahrgangstufe ausgewählten Kompetenzen durchläuft, regelmäßig übt und festigt.

Grafik Schlüsselqualifikationen

Im Zentrum des Konzepts steht dabei die Verzahnung von fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen als Basis für die Entwicklung einer persönlichen Kompetenz als Schlüsselqualifikation für eigenverantwortliches und selbstständiges Lernen und Arbeiten – in der Schule, zu Hause und im Beruf.

Erstmalig fanden die Methodentage am 25. und 26. Oktober 2012 statt. Gestartet wurde zunächst mit den Jahrgangsstufen 5 und 6 mit dem inhaltlichen Schwerpunktthema „Arbeitsorganisation“, konkret:

Kasse 5: 

Hausaufgaben  

5-Schritt-Lesemethode

Klasse 6:  

Über Lernen nachdenken

Vorbereitung auf Klassenarbeiten

Da für die Jahrgangstufen 7-10 ein entsprechendes Curriculum noch im Aufbau ist, haben diese Jahrgangsstufen in diesem Jahr frei wählbare, für wichtig erachtete Methoden eingeführt:

Die Klassen 7 und 8 beschäftigten sich mit verschiedenen Lesestrategien, um so erfasste Informationen verarbeiten und vorstellen zu können.

Die Klassen 9 und 10 erarbeiteten die Grundlagen einer Präsentation, um von da ausgehend ein frei wählbares Thema zu strukturieren, aufzuarbeiten und anschaulich präsentieren zu können.

Für die kommenden Jahre sind für die Jahrgangsstufen 7/8 Methoden aus dem Bereich der „Informationsverarbeitung“, beispielsweise Strukturieren mit Hilfe von Mind Map und Cluster, sowie das Vorbereiten und Halten einer Präsentation mit Hilfe verschiedener Präsentationsmedien vorgesehen. In der Jahrgangsstufe 9/10 sollte die Basiskompetenz des „eigenverantwortlichen Arbeitens“, wie beispielsweise selbstständig recherchieren und Informationen entsprechend verarbeiten oder die eigenständige Organisation eines Projektes im Zentrum stehen.

Und hier nun ein kleiner Eindruck von den ersten Methodentagen 2012:

 

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