Fallschirme vom Löwenzahn, Saugnäpfe von Tintenfischen, Schaufeln von Maulwürfen – viele Erfindungen aus der Technik haben ihre Vorbilder in der Natur. Der 9er WP-Kurs Biologie unserer Schule beschäftigte sich in den vergangenen Monaten damit, was man als „Bionik“ kennt (Biologie und Technik): In vielen Projekten ließen sich die Schüler*innen von der Natur inspirieren, recherchierten zu Pflanzen und Tieren, führten Versuche durch oder bauten Modelle. Viel Zeit investierten sie außerdem in die Auswertung und Präsentation ihrer Ergebnisse. So entstanden zahlreiche Arbeiten, die unsere Schüler*innen zum Abschluss der Unterrichtsreihe präsentierten. Lehrerin Carmen Langner lobte den Einsatz und Feuereifer ihres Kurses, der sich in der Planungsphase und Durchführung zeigte. Und dazu noch klimaneutral, da sämtliche Produkte aus wiederverwendeten Materialien bestehen.

Doch wie kommt man auf die Idee, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen? Dem Projekt war ein Besuch im LIZ vorausgegangen, an dem alle drei Physik-Kurse unseres 9. Jahrgangs teilnahmen. Bei dem Versuch, ein Ei unbeschadet aus großer Höhe fallen zu lassen, wurde der Ehrgeiz der jungen Forscher*innen geweckt. Das Interesse an der Bionik war da, und die Mädchen und Jungen lernten, dass sich nicht nur die Verpackungsindustrie, zum Beispiel zum Zwecke der Beförderung von Waren, Techniken aus der Natur abguckt. Viele Maschinen und Erfindungen erleichtern unser Leben, indem sie Strategien von Lebewesen oder Pflanzen nutzen. So verwundert es nicht, dass unserer Schüler*innen mit ihren Projekten einen sehr großen Bezug zu ihrem Lebensalltag herstellen konnten. Dass jedoch nicht jeder Versuch auf Anhieb gelingt und man als Forscher*in mitunter viel Geduld und Zeit braucht, wissen Cayden und Jan aus der 9b: „Die meiste Zeit ging bei uns für Versuche drauf“, zogen sie eine Bilanz ihrer Projektarbeit, denn schließlich wollten sie ganz nach ihrem großen Vorbild, dem Löwenzahn, herausfinden, wie man einen Fallschirm mit idealer Flugbahn konstruiert.

Am Ende des Projekts waren sich alle einig: Bionik macht Spaß und ist außerdem noch nützlich. Diese Wissenschaft bietet noch sehr viel Raum zum Forschen, Entdecken und Staunen.

Ein ausführlicher Artikel über unser Projekt findet sich auch in der Online-Ausgabe des Soester Anzeigers vom 13. Juni 2024.

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